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de:nietzsche:briefe:1850-1857:bvn-1857_3

BVN-1857,3

An David Ernst und Wilhelmine Oehler in Pobles

Naumb. a/S den 1. Nov. [1857]


Liebe Großeltern!

Für Euer schönes Geschenk Euch besonders zu danken, lasse ich mir nicht nehmen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, bin aber noch im Zweifel, ob ich es in die Sparbüchse thue, oder zu einen Lieblingswunsch anwende. Auch danke ich Dir, liebe Großmamma, noch für den lieben Brief mit den herzlichen Wünschen, welcher mich sehr erfreut hat. Meinen Geburtstag habe ich sehr hübsch verlebt, nur etwas ruhiger als gewöhnlich. Wir hatten nämlich die Feier aufgeschoben, weil Wilhelm Pinder noch unwohl war, jetzt aber sich schon sehr gebessert hat. Auch wurde der Tag wegen Krankheit unsers lieben Königs auch so stiller gefeiert. Doch habe ich aber sehr viel bekommen. Die Mamma beschenkte mich mit einen Bilde Eilenburg (welches in meinen kleinen Cabinet über den Pulte hängt) einer Weste, einen Schirm, Schreibebüchern in großen und kleinen Format, Elisabeth mit Notenpapier, Wilhelm und Gustav mit Sonaten von Beethoven, Tante Rosalchen mit Kuchen, Weihntrauben, Nüssen, Birnen, Aepfeln die Tanten Daechsels mit zwei Thalern, Torte und Weintrauben. Zu Mittag war Tante Rosalchen bei uns und wir verzehrten mein Leibgericht, tranken Wein auf mein und des Königs Wohl und waren sehr froh. Dann gingen wir mit Tante Riekchen und Lina spazieren. Ich will aber nun schliesen, da ich noch ungemein zu arbeiten habe. Ich grüße Euch, liebe Großeltern nebst Onkels und Tanten herzlich und verbleibe

Euer Euch innig liebender Enkel
Fr. W. Nietzsche.


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

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de/nietzsche/briefe/1850-1857/bvn-1857_3.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)