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de:nietzsche:briefe:1858:bvn-1858_22

BVN-1858,22

An Wilhelm Pinder in Naumburg

[Pforta, 28. November 1858]


Lieber Wilhelm!

Da ich heute (Sonntag) deinen Brief empfange, so schreibe ich dir auch noch heute. Aber, da hat mich etwas sehr erschreckt und geärgert; hatte ich doch Gustavs Geburtstag ganz vergessen!! Gustav ist wohl sehr böss auf mich.? — Mir ist’s selbst ganz unbegreiflich. Bitte, bestelle eine Biographie eines Componisten, die er noch nicht hat. die Mamma wird sie bezahlen. Schicke sie mir dann heraus, ich werde sie dann mit Gratulation und Entschuldigungsschreiben an Gustav übersenden.
     — Nun noch drei Wochen! Dann ist das liebe, liebe Weihnachtsfest da. Meine ziemlich festen Wünsche sind folgende:
          Klavierauszüge vom Requiem und der Schöpfung v. Haydn
          vielleicht und ziemlich wahrscheinlich Immermann’s Münchhausen.
          (Findst du noch irgend ein ander Werk, so schreib mir sogleich)
          dann Bücher zur Biographie, Gedichten und viele Kleinigkeiten. — ?!
     Ich befinde mich sonst ganz wohl; der Gedanke an Weihnachten giebt immer neuen Muth. Aber leider ist meine Zeit zu Ende. Grüße Deine lieben Eltern und Geschwister und schreibe bald!

Semper nostra manet amicitia !!

Dein Fritz
Nietzsche.


Bitte, lieber Wilhelm, verschone mich auf der Aufschrift mit dem „Herrn Nietzsche. N. B.“


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

Wissenschaftliche Auslegungen

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de/nietzsche/briefe/1858/bvn-1858_22.txt · Last modified: 2015/09/02 18:43 by babrak