aphil.org

Aphorisms -- in context.

User Tools

Site Tools


de:nietzsche:briefe:1858:bvn-1858_25

BVN-1858,25

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, 3. Dezember 1858]


Liebe Mamma!

Ihr habt mir mit der Schachtel große Freude bereitet; ich danke dir und der lieben Tanten vielmal; auch Braunen’s danken dir vielmal. So eine süße und geschmackvolle Errinerung an die naumburger Zeiten ist im[mer] sehr angenehm. — Ich kann jetzt Weihnachten kaum mehr erwarten. Wenn ihr mit dem Immermann durchaus nicht wollt, so habe ich mir dafür anderes gewählt:
          Nibelungenlied, übertragen von Niendorf,

Preis 12 ½ Sgr.
„10 Sgr.


          Hoffmann’s Novellen
          Töpfers Genfer Novellen, 9 Sgr.
     Dies würde mir auch sehr lieb sein; bei Domrich ist alles drei vorräthig; laßt es durch Wilhelm besorgen, da er es schon kennt. — 3 Wochen!!! Bei Dokt. Zimmermann bin ich geweßen; er sagt mir, ich sollte mich oefters einmal bei ihm sehen lassen. Hr. Professor Korsen habe ich auch besucht. Es war sehr hübsch. Auch bei Commissionsrath Teichmann’s bin ich gewesen. Sie lassen euch vielmal grüßen. — Ich schicke euch, wahrscheinlich die Wäsche, welche so ungefähr aus den Bettüberzug einen Hemd ein paar Schnupftüchern besteht, 2 Vorhemdchen Schickt nur bald Handtücher. — Ich freue mich ungemein auf Weihnachten und vergegenwärtige mir die schönen Tage oft. Nun, Sonntag sehen wir uns sicherlich in Almrich, bei schlechten Wetter bei den Tanten. Auf Wiedersehn!

Dein Fritz.


Heute, Freitag war große Generalvisitation; ich kann dir die Wäsche schwerlich schicken, da die Schlafsäle verschlossen sind.


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

Wissenschaftliche Auslegungen

Weitere Verbindungen

Back to top
de/nietzsche/briefe/1858/bvn-1858_25.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)