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de:nietzsche:briefe:1858:bvn-1858_6

BVN-1858,6

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, 9. Oktober 1858]


Liebe Mamma!

Ich wollte dir nur leider melden, daß wir uns Sonntag nicht sehen können, da an diesem Tage Comunion ist. Das thut mir recht leid, ebenso daß Königsgeburtstags wegen unsers Landesvaters Krankheit nicht gefeiert wird. Sage es also allen, damit sie nicht vergebens nach Almrich gehn! Es ist wahr, hinsichtlich Arbeit und Strenge läßt Naumburg mit Pforta keinen Vergleich [zu] und ich werde mich sehr daran gewöhnen müssen. Aber vieles habe ich wieder bemerkt, was mir fehlt. Vor allen Dingen eine scharfe Brille; schicke sie mir so schnell als möglich, ebenso Stiefelknecht und den kleinen braunen Kandel den Lisbeth wohl kennt. Ebenso nothwendig ist Heftzeug und Schere, dann Tinte und Octavschreibebücher, ungefähr ein Duzend. Auch die andern neuen Morgenschuh sind mir von Nöthen und dann noch das Damenbrett; in der freien Abendstunde pflegt jeder so etwas zu spielen. Bitte, besorge mir doch dies alles so bald als möglich und laß auch ein Briefchen mitfolgen; sag dies auch Wilhelm und Gustav; ich werde auch bald an sie schreiben.
     Noch viele Grüße an Lisbeth und die Tanten.

Dein Fritz.
Nietzsche.


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

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de/nietzsche/briefe/1858/bvn-1858_6.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)