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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_17

BVN-1859,17

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, vermutlich 3. April 1859]


Liebe Mamma!

Ich schreibe dir doch gleich, obwohl der Onkel seine Witze darüber macht. — Es war recht hübsch, und ich muß sagen, daß ich diesen Spaziergang in großer Ruhe genossen habe. Ich bin auch ganz glücklich und langsam nach Pforta gekommen, habe aber doch die Tinte vergessen. Ihr könnt mir die Tinte ganz ruhig schicken; denn wie viel von solchen dichten Gläsern werden verschickt. Also, wenn noch Spaziergang sein sollte, sehen wir uns diese Woche noch einmal. Das wäre sehr hübsch. Braunen’s kommen dann wahrscheinlich mit. Ist Müller noch bis 5 bei den Onkel geblieben? — Der Hr. Prof. Buchbinder hat übrigens am 1sten April einen kleinen Sohn bekommen, worüber sich Tante Riekchen freuen wird. Schreibt und schikt mir also recht bald, damit ich euch dann die Wäsche wiederschicken kann wie auch Kramer’s Etüden für Elisabeht. Wenn sie auch, besonders für Anfänger nicht leicht sind, so belohnen sie, wenn man sie erst kann, doch bei weiten mehr, die Mühe, als die Ccernischen Etüden. So finde ich z.B. die 3te Etüde reizend. Schickt mir aber Folgendes:
     1) Masius, deutsches Lesebuch (für Examenarbeiten in dieser Woche sehr nothwendig.)
          2) Ein tüchtige Tintenflasche.
          3) Grammatik v. Siberti.
     Alles sehr nothwendig und brauche es spätestens bis Dienstag!!
     Nun lebt recht wohl und schreibt und schickt und denkt recht viel an

Euren Fritz.


     Nochmaligen großen Dank!
     Kuchen hat gut gemundet!
     Schikt mir ein Taschentuch, meine Kravatte, meine Stiefeln usw. ja mit!


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

Wissenschaftliche Auslegungen

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_17.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)