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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_26

BVN-1859,26

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, kurz nach dem 8. Mai 1859]


Es hat mir sehr leid gethan, daß Sonntag kein Spaziergang war. Ich wäre gar zu gerne nach Naumburg gegangen; kommt ihr nicht vielleicht einmal heraus? Wir wurden Sonntag von Hr. Doktor Be[c]ker auf den Knabenberg geführt, aber ich konnte leider nicht mitgehen, da ich nur meine alten grauen Hosen hatte und mich kaum in Pforta sehen lassen durfte. Aber wie lange dauert es, daß ich meinen neuen Anzug bekomme? Es ist wirklich sehr unangenehm. —
     Schikt mir doch sogleich meine Kiste; ich brauche alles sehr nothwendig. Schreibe mir auch wieder so hübsch ausführlich wie am vorigen Mal. — — —
     Es ist jetzt ganz hübsch in Pforta; wir spielen sehr viel Kegel und das macht großes Vergnügen. Nur noch keine Nachtigallen habe ich gehört. Ich glaube, der große Lärm muß sie fernhalten. — Bitte, schike mir doch etwas Geld mit; Du kannst es recht fest in Papier wikeln und mit in die Kiste legen. Es kommen jetzt allerhand kleine Ausgaben zusammen und bei der Hitze möchte man sich auch mit etwas Obst erfrischen. Der Sommer in Pforta ist bei weitem angenehmer als der Winter; so viel weiß ich nun genau. Denke dir, in 5 Wochen bin ich Pfingsten bei euch in Naumburg. Dann machst du mich doch von Sonntag bis Dienstag los; ich freue mich sehr darauf; und in dieser freudigen Hoffnung

schließe ich als
Dein Fr.


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_26.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)