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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_3

BVN-1859,3

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, 17.—22. Januar 1859]


Liebe Mamma!

Ich schreibe dir lieber noch einmal, da mein voriger Brief doch zu kurz war. Dieses hat auch das Abschiken verzögert. Ich sende dir also 1. Die schwarzen Hosen die sehr zerissen sind 2. Hoffmanns Novellen 3. Ein Hemd 4. ein paar Strümpfe ein Schnupftuch. Schike mir deßhalb doch sobald als nur irgend möglich 1. die Hosen 2. ein paar Schnupftücher 3. vielleicht auch gute Nüsse, an denen es mir sehr mangelt. 4. den andern Band von Hoffmann 5. die Schöpfung (uneingebunden oder eingebunden;) Am Sonntag hat es mir sehr gefallen. Es dauerte mich nur, daß wir nicht länger bei der Tante blieben. Danke der lieben Tante in meinen Namen recht viel mal. Nächsten Sonntag sehen wir uns hoffentlich bei den lieben Tanten und ihr begleitet mich dann wieder. Das ist mir allemal sehr gemüthlich. — Uebrigens habe ich euch nicht erzählt, daß wir Sonntag Hasenbraten gegessen haben, der ganz leidlich schmekte. Dies soll sich noch drei mal wiederholen. Schikt mir doch auch ein Paquet Streichhölzer zum Lichtanzünden und dann strikt mir vielleicht Lisbeth ein Waschläppchen, da der meinige schon langer fort ist. Auch Servietten vermisse ich sehr. die ich habe ist sehr schmutzig. Hat der Onkel nicht Zeit, mich einmal zu besuchen? Nun, grüße ihn vielemal. Auch Müller und Fritsch grüßen ihn. Nun lebe wohl, meine liebe Mamma, grüße Lisbeht und die Tante vielmal von

Deinem Fritz.


     N. B. Schreibe und schike sehr bald da ich alles sehr nöthig brauche.

Fehlende Sachen.

          1. Hoffmann.
2. Streichhölzer.
3. Waschlappen.
4. Servietten
5. Schnupftücher
6. Hosen
7. Nüsse.
8. Schöpfung.

Schickt recht bald!


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_3.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)