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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_4

BVN-1859,4

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, kurz vor dem 27. Januar 1859]


Liebe Mamma!

Deine Schachtel habe ich glüklich erhalten. die Jahreszeiten sind mir neu geschenkt. die Chokolade ist wirklich ausgezeichnet; sie schmekt famos. Ich schike dir also 1) ein Hemd. 2) ein Handtuch 3) eine Serviette 4) ein Vorhemdchen 5) ein Taschentuch. Schicke mir doch auch recht bald das Schreiben an den Hr. Rektor wegen Mittwoch von 12—9. Ich denke, er wird es schon erlauben. Du verlangst Nachricht von mir wegen meines Fußes. Wie ich in Pforta ankam, that er allerdings fürchterlich weh und ich wußte nicht wie ich fort kommen sollte. Am andern Morgen aber war es besser und ich denke, es wird schon vergehen ohne den Doktor. Ich schreibe dir diese Woche noch einmal. Nächsten Sonntag werde ich mit Braunen’s nach Naumburg kommen. Vor’gen Sonntag waren jene von 12—9 in Hassenhausen und Flem[m]ingen. Warum habt ihr mir meinen Münchhausen nicht mitgeschikt; oder wird er eingebunden. Schikt mir ihn recht bald mit oder wenigstens Hoffmanns Novellen. Ich habe gar nichts zu lesen. Auch Kramers Etüden schikt mir. Ich verlerne sonst alles und komme ganz aus [der] Uebung. — Grüße die Tante Ida vielemal von mir; ich wünsche ihr viel Amüsement auf den Schülerball. Ebenso den Onkel und Nottrott. Nun lebt recht wohl allesammt!

Euer Fritz.


Denke einmal, Wilhelms Brief habe ich immer noch nicht. Er ist doch nicht unwohl? Bitte, grüße ihn viel mal wie auch Gustav. Ich schike dir auch die Hosen mit zum Ausbessern. Schike sie recht bald weil ich sonst immer die schwarzen anziehe.

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_4.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)