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Aphorisms -- in context.

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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_45

BVN-1859,45

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, 27. August 1859]


Liebe Mamma!

Endlich schreibe ich dir wieder einmal. die Turnhose nebst den Birnen habe ich dankend erhalten. Ich freue mich sehr auf den Sonntag, wo wir uns in Almrich sehen. Vorigen Mittwoch waren wir Sänger in der Buchenhalle; hier war Gottesdienst des Gustav-Adolphvereins und fast alle Badegäste waren da. Der Hr. Diakonus Link aus Ekartsberga hielt eine sehr schöne, geistvolle Predigt. — Gestern fielen die Nachmittag-Lektionen wegen 24 Grad Hitze aus und wir gingen alle baden. — Es freut mich daß es euch auf den Bergtag gefallen hat; es war auch wirklich sehr hübsch. Schikt mir aber doch wieder Wäsche, besonders Handtücher die ich wegen dem Baden sehr nöthig brauche. — Braune I hat zu Prof. Buddensieg gesagt, du hättest gewünscht daß ich zu ihm als Unterer käme. Das wäre mir, nun offen zu sagen recht unangenehm. Prof. Buddensieg wartet deßhalb ganz bestimmt auf deinen baldigsten Besuch. — Wie wird es zu Weihnachten werden? — Wenn ich nach Corensen reise so kann ich mit mehreren über Halle, Langenbogen und den beiden Seen nach Eisleben fahren. Von dort möchte ich mich zu Fuß aufmachen. Schreib mir darüber. Den ersten Michaelistag habe ich mit Wilhelm eine hübsche Parthie verabredet von Pforta aus über die Rudelsburg usw. Schreibe und schike recht bald

Deinen Fr.
der alle vielmal grüßen läßt.


Zwei Vorhemdchen, zwei Taschentücher folgen. —


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

Wissenschaftliche Auslegungen

Weitere Verbindungen

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_45.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)