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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_51

BVN-1859,51

An Wilhelm Pinder in Naumburg

[Pforta, 24. September 1859]


Ich konnte dir in dieser Examenzeit gar nicht schreiben, aber dir nun jetzt von allen Nachricht geben. Unsre schriftlichen Arbeiten waren leicht; ich habe im lateinischen Docimasticon I in den lat. Versen Ib, in der deutschen Arbeit (Ino und Athamas) Ib und im griech. Doc. IIa-b, in mathem. Doc. IIb. Ich bin mit nach Obertertia gekommen mit folgender Censur:
     Lat. IIa Griech. IIa Mathem. IIa Deutsch. IIa
     Wenn du mich in Pforta aufsuchen willst, so wirst du mich in der achten Stube finden: ich bin Unterer von Braune I. Wie steht es übrigens mit unserer Parthie. Du machst sie doch ja mit? Ich erwarte dich also Freitag früh um 7 oder 8 Uhr im Schulgarten; denn da wirst Du mich doch finden. Wir wollen uns dann einen ganz gemüthlichen Tag machen: Wir gehen über die Rudelsburg und dann links hin immer ins Land hinein, wo wir noch niemals gewesen sind, nimm doch zur Vorsorge Deine Botanisirtrommel mit. Ich freue mich recht sehr darauf. —
     — Da schreibt mir die Mamma, daß du von einem recht schmerzlichen Verlust heimgesucht bist. Es hat mich sehr betrübt und du wirst wohl jetzt recht traurig sein. Ich weiß deßhalb nicht, ob dir unsre Parthie noch lieb sein wird; bitte schreib mir vor Freitag noch darüber.

Lebe recht wohl!
Dein F. N.


Semper Nostra Manet Amicitia!!


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_51.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)