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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_52

BVN-1859,52

An Franziska und Elisabeth Nietzsche in Naumburg

[Pforta, 25. September 1859]


Liebe Mamma!

— Einige Worte müssen doch meine Wäsche begleiten; zuvörderst danke ich dir für die angenehme Zeit in Naumburg, auch im speciellen für den schönen Kuchen. Soll ich nächsten Mittwoch nach Naumburg kommen? Es ist nämlich von nach Tische bis 3 Uhr Spaziergang. Nun könnte ich allerdings auch einmal auf die Saalhäuser gehen — aber ich denke, wir sehen uns so so bald nicht wieder also werde ich nach Naumburg kommen. — Nun ist euer Abschied von Naumburg schon so bald da; mir wird ganz merkwürdig zu muthe, wenn ich euch so fern denke. Nun schreibt mir dann recht ausführliche Briefe und schikt auch einmal. Nur noch sehr angenehm ist es mir daß ich noch die drei letzten Tage zu euch nach Naumburg kann. Soll ich eigentlich noch meine verabredete Parthie mit Wilhelm am ersten Ferientage machen? Oder wie wäre es, wenn ich euch noch die ganze kurze Zeit genösse? — Nächsten Montag bis Donnerstag ist übrigens jeden Tag von nach Tische bis zwei Uhr Spaziergang; da könnten wir uns in Kosen oder auf den Saalhäusern oder in Almrich treffen. — Nun wie wird es eigentlich mit meinem Geburtstag? Ich bin sehr neugierig, besonders da ich eigentlich mir absichtlich nichts bestimmtes wünsche. Einen Brief von Corensen bekomme ich aber doch? — Ich schike euch heute 1 Paar Strümpfe 1 Hemd Bettüberzug, und 3 Vorhemdchen und 1 Taschentuch. Verseht mich bald mit neuer Wäsche. Auch Tristram Shandy folgt — sendet mir doch den dritten Band. Nun lebt recht, recht wohl

Viele Grüße von
Eurem Fritz.


     Auch Krämer läßt grüßen —
     Er hat geschrieben —


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_52.txt · Last modified: 2015/09/02 18:23 (external edit)