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de:nietzsche:briefe:1859:bvn-1859_7

BVN-1859,7

An Franziska Nietzsche in Naumburg

[Pforta, Anfang Februar 1859]


Liebe Mamma!

Ich habe deine Schachtel glücklich erhalten und danke dir vielmal für Pfannkuchen und Torte. Aber warum habt ihr mir nicht Chokoladenpulver geschikt? Dann fehlen mir auch Schnupftücher, Serviette, Strümpfe, Vorhemdchen. Schikt mir doch recht bald dies alles vielleicht nebst ein paar Nüssen; ich habe großen Appetit darnach. Heute war Studientag; hatten aber nicht viel zu arbeiten. Uebrigens mangelt mir alles Siegellack und ich muß mir jedesmal borgen. Warum habt ihr auch den Band Hoffmann und Kramers Etüden nicht geschikt? die Kiste ist doch hoffentlich nun fertig; schikt mir sie nebst den angeführten Gegenständen. Ich bedarf ihrer, besonders der Wäsche wegen, höchst nöthig. — Sonntag sehen wir uns doch hoffentlich; ich werde euch besuchen in unsrer Wohnung. Ob Braunen’s mitkommen weiß ich nicht. Herr Prof, Buddensieg läßt noch vielemal grüßen. Denke dir es sind bis Ostern nur noch 38 Schultage wenn man Sonntage, Studientage und Festtage abrechnet; das giebt bis Fastnächten 20 Tage und dann noch 18; die übrigen sind Examenwochen. Ich möchte, diese Zeit wäre erst vorbei. Nun lebt recht wohl schreibt und schikt recht bald

an Euren
Fritz Nietzsche.


     Ihr bekommt hier die Schachtel mit der Wäsche bestehend aus einen Hemd, zwei Schnupftücher 3 Vorhemdchen. Schikt mir sogleich die Kiste, ich habe ja noch den großen Bettüberzug.

Sehr nöthig!!

     Wie befindet sich übrigens Wilhelm und Gustav? Ich erwarte täglich von ihnen Briefe. Bitte, grüße sie vielemal von mir und sie möchten mir doch recht bald schreiben! —


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de/nietzsche/briefe/1859/bvn-1859_7.txt · Last modified: 2015/09/02 18:48 by babrak