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de:nietzsche:briefe:1868:bvn-1868_48

BVN-1868,48

An Franziska und Elisabeth Nietzsche in Naumburg

[Leipzig, Mitte Dezember 1868]


Liebe Mutter

natürlich gehe ich auf die weihnachtlichen Propositionen betreffs Lisbeth ein: obwohl die „Schürze“ kein recht brüderliches Geschenk ist, und ein hübscher Fächer (von mir und der Professorin ausgesucht) schon seit Tagen in meinem Besitz ist. Indessen wird man letzteren leicht los: und auch an die Schürze werde ich mich gewöhnen, sowie an das Wildermuthsche Buch, falls die Bestellung mit der nöthigen Heimlichkeit vor sich gegangen ist. — Zum Schmucke des doch wohl vorauszusetzenden Christbaumes werde ich einige Lichterträger mitbringen, ebenfalls einige Papiersachen, Blumen etc, die der Knabe Karl für mich gemacht hat.
     Was mein Kommen betrifft, so werde ich genau Ankunft und Abgang bezeichnen: Donnerstag Mittag erscheine ich, Sonntag Abend verschwinde ich. Mehr wäre aus allen möglichen Gründen vom Übel.
     Ich bin sehr beschäftigt und muß auch wirklich meine Geschäfte ein wenig voranstellen. Darum entschuldige bestens kurze Briefe und kurze Besuche. Es wird schon einmal besser werden. — Übrigens geht hinreichend spazieren

Dein Sohn
Fritz.


Liebe Lisbeth,

Du hast unumschränkte Vollmacht in Betreff des für — bestimmten Geschenkes: wie ich Dir dies schon mündlich sagte. Mehr zu sagen, verbietet der Ort — und meine Zeit.

Auf fröhliches Wiedersehn
Dein Geschwister F. —


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

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de/nietzsche/briefe/1868/bvn-1868_48.txt · Last modified: 2015/10/14 18:04 by babrak