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de:nietzsche:briefe:1870:bvn-1870_26

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 +====== BVN-1870,26 ======
 +==== An Friedrich Ritschl in Leipzig ====
  
 +<WRAP right>​[Basel,​ Anfang Juni 1870]</​WRAP>​\\
 +
 +Verehrtester Herr Geheimrath,
 +
 +besten Dank für jenen neulichen Wink; es war eine gar zu dumme Dummheit. Ein Karton ist gedruckt; die Herstellung der Stelle ist sehr leicht.\\
 +<​tab>​Mein certamen bekommen Sie //​definitiv//​ in nächster Woche. Diese leider nur zu nothwendige Verzögerung drückt mich sehr, da ich’s anders versprochen habe. Doch wer konnte als ich das Versprechen gab, voraussehen,​ wie schwer mir dies Sommersemester gemacht werden sollte! Ich hätte billiger Weise Ihnen keine Zeile versprechen dürfen. Inzwischen habe ich durch plötzlichen Dispens J. Mähly’s am Pädagogium 6 Stunden mehr und in summa wöchentlich 20 Stunden. Das giebt, bei lauter neuen Vorlesungen,​ eine totale Aufzehrung aller disponiblen Kräfte; wer jetzt in meiner Nähe wohnt, wird beurtheilen können, daß die kleine Gabe, die ich für Ihre acta bestimmt habe, mir ungewöhnlich schwer gefallen ist.\\
 +<​tab>​Nun bitte ich Sie sehr darum, folgender Combination Ihren Beifall zu zollen. Obwohl Teubner schon den Inhalt des ersten Heftes angekündigt hat, möchte ich aus dringenden Motiven folgende Anordnung vorschlagen\\
 +<​tab>​1) E. Rohde Paradoxa (c. 16 Druckseiten)\\
 +<​tab>​2) Certamen (c. 25 Druckseiten)\\
 +<​tab>​3) Jungmann\\
 +<​tab>​4) Andresen\\
 +<​tab>​Machen Sie mir die Concession, mit meinem Freunde R. //​zusammen//​ das Heft eröffnen zu dürfen.\\
 +<​tab>​Dafür biete ich Ihnen Ersatz für das zweite Heft: auf mein Anfragen hat Dr. Wilhelm //Roscher// in Bautzen sofort einen Beitrag versprochen;​ und das Manuscript (eine decas von griech. Conjecturen) wird in 3 Wochen bei Ihnen sein. Damit habe ich doch nichts Unerwünschtes angezettelt?​ —\\
 +<​tab>​Es ist so ein freundlicher und dienstbereiter Mensch, unser Röscher.\\
 +<​tab>​Über das Programm hat Zeller in Heidelberg sehr angenehm an mich geschrieben. Gedruckt ist abscheulich //​inkorrekt//;​ dafür hat einer meiner Studenten die Correktur besorgt. Schlecht genug. —\\
 +<​tab>​Also <tab> Rohde Andresen und ich\\
 +<​tab><​tab>​tab>​In einem Heft — sonst nich-t\\
 +<​tab>​nämlich sonst bleibt es beim Alten: was nicht wünscht
 +
 +<WRAP right>​Ihr ergebenster\\
 +F Nietzsche</​WRAP>​
 +
 +----
 +
 +R. hat auch ein Fragment des //​Splenius//​ zugleich edirt.
 +
 +----
 +===== Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches =====
 +
 +===== Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen =====
 +
 +===== Wissenschaftliche Auslegungen =====
 +
 +===== Weitere Verbindungen =====
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de/nietzsche/briefe/1870/bvn-1870_26.txt · Last modified: 2015/11/11 17:32 by babrak