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de:nietzsche:briefe:1870:bvn-1870_3

BVN-1870,3

An Elisabeth Nietzsche in Naumburg

Basel, Ende Januar 1870


Liebe Lisbeth, besten Dank für Brief und Nachrichten. Inzwischen wirst Du von mir ein Lebenszeichen bekommen haben. Heute lege ich einen Brief der guten Grimmenstein bei, der Euch vielleicht noch mehr erfreut als mich. Die Hauptsache aber ist eine Besprechung wegen des 2ten Febr. Weißt Du, ich kaufe solche Dinge wie Albums so erschrecklich viel theurer als Du z. B. Dazu käme noch der Transport, so daß ich überzeugt bin, für halb so Gutes doppelt so viel zu bezahlen. Übernimm Du also diesen Einkauf, und kaufe nicht unter 4—5 Thaler. Es ist ein Zeichen der Wohlanständigkeit des Hauses, ein ordentliches Album zu haben, jetzt wo jedes Dienstmädchen eins besitzt. Geld von meinen Zinsen wirst Du ja wohl noch haben. Dann lege noch einige kleinere Sachen hinzu, nach Deinem Geschmack und unserer Mutter Wohlgefallen. Mein Brief an sie soll am ersten d. Febr. eintreffen. — Nun wirst Du ja auch „praktisch“ wissen, was Sachets von Guerlain sind. — Viel Glück zu den „philosophischen“ Ballvergnügungen — wär’ nicht meine Passion! brrrr — r!
     — Neulich habe ich einen öffentlichen Vortrag gehalten: am 2ten Febr. kommt der zweite. — Ich freue mich auf Ostern, nur daß wir eine ganz verrückte Ferienordnung haben! Es muß Rath geschafft werden! — Es giebt viele Arbeit. Ich gehe damit um, mir einen Hund — dänische Dogge — anzuschaffen. brr — — — — r! usw.

Also es bleibt bei der
Versprechung
F.


Ähnlichkeiten mit Aphorismen von Nietzsches

Ähnlichkeiten mit Aphorismen von anderen

Wissenschaftliche Auslegungen

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de/nietzsche/briefe/1870/bvn-1870_3.txt · Last modified: 2015/11/10 19:08 by babrak